BabyTrack+ logoBabyTrack+

Allergene einführen bei Beikost: eins nach dem anderen

· 3 Min. Lesezeit

Der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt, um den 6. Monat mit Beikost zu beginnen und ab dann auch die Lebensmittel einzuführen, die am häufigsten Allergien auslösen: eins nach dem anderen, in sehr kleinen Mengen, und danach jedes, das gut vertragen wurde, im Speiseplan deines Babys behalten. Lebensmittel wie Ei und Erdnuss über 6 bis 12 Monate hinaus hinauszuzögern, kann eine Allergie eher wahrscheinlicher machen, nicht unwahrscheinlicher.

Schwierig ist weniger die Empfehlung als die Buchführung. Über ein paar Wochen jonglierst du damit, welche Allergene dein Baby schon probiert hat, welche gut gingen und welche du länger nicht angeboten hast.

Ist dein Baby bereit?

Der NHS nennt drei Zeichen, die meist um den 6. Monat gemeinsam auftreten:

  1. Dein Baby kann aufrecht sitzen und den Kopf sicher halten.
  2. Es kann Augen, Hände und Mund koordinieren, um Essen zu greifen und in den Mund zu stecken.
  3. Es kann Essen schlucken, statt es wieder herauszuschieben.

Auf Fäusten kauen, mehr Milch wollen oder nachts aufwachen sind für sich allein keine Zeichen für Beikostreife.

Wenn dein Baby Neurodermitis (Ekzeme) oder schon eine Lebensmittelallergie hat, sprich mit eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt oder mit deiner Hebamme, bevor du mit Allergenen anfängst.

Diese Lebensmittel führst du ein

Der NHS nennt diese Lebensmittel, die allergische Reaktionen auslösen können:

  • Kuhmilch (beim Kochen verwendet oder unter Essen gemischt)
  • Eier
  • glutenhaltige Lebensmittel wie Weizen, Gerste und Roggen
  • Nüsse und Erdnüsse (zerkleinert oder gemahlen, nie ganz)
  • Samen (zerkleinert oder gemahlen)
  • Soja
  • Fisch
  • Schalentiere (nie roh oder nur leicht gegart)

Eins nach dem anderen, in kleinen Mengen

Biete jedes neue Allergen einzeln an. Wenn es zu einer Reaktion kommt, weißt du dann, welches Lebensmittel sie ausgelöst hat. Fang mit einer sehr kleinen Menge an. Wenn alles gut geht, kannst du beim nächsten Mal mehr anbieten.

Reaktionen beginnen meist innerhalb von Minuten, können aber bis zu ein paar Stunden dauern, manche, etwa bei einer Kuhmilchallergie, auch länger. Das ist ein Grund, neue Allergene eher früh am Tag anzubieten, wenn du dein Baby danach eine Weile beobachten kannst.

Weiter anbieten

Hat dein Baby ein Allergen ohne Probleme gegessen, rät der NHS, es fest in den normalen Speiseplan aufzunehmen. Ein Lebensmittel, das einmal vertragen und dann monatelang weggelassen wurde, verliert man leicht aus den Augen. Eine einfache Notiz, wann jedes Allergen zuletzt dran war, hilft.

Wann du Hilfe holen solltest

Leichte Symptome, etwa ein paar Quaddeln um den Mund, sind ein Grund, dieses Lebensmittel wegzulassen und mit eurer Kinderarztpraxis oder deiner Hebamme zu sprechen.

Ruf sofort die 112 (oder den Notruf deines Landes) an, wenn bei deinem Baby Lippen, Mund oder Zunge anschwellen, es schwer oder sehr schnell atmet, blass oder blau wird, schlaff wird oder nicht mehr reagiert oder plötzlich sehr schläfrig wirkt. Das können Anzeichen einer Anaphylaxie sein.

Allergene in BabyTrack+ verfolgen

Der Beikost-Tracker in BabyTrack+ verfolgt neun häufige Allergene: Kuhmilch, Ei, Erdnuss, Nüsse, Weizen/Gluten, Soja, Fisch, Schalentiere und Sesam. Erdnuss und Nüsse sind getrennt, und für die NHS-Gruppe „Samen“ steht Sesam.

Wenn du eine Mahlzeit erfasst, wählst du die Lebensmittel aus einer Liste mit 110 ersten Lebensmitteln (oder tippst dein eigenes ein) und wie viel dein Baby gegessen hat: probiert, etwas, das meiste oder alles. Die App dann:

  • zeigt für jedes Allergen den Status „Nicht begonnen“, „Eingeführt“ oder „Dranbleiben“
  • warnt dich, wenn eine Mahlzeit zwei neue Allergene enthält
  • weist dich auf ein eingeführtes Allergen hin, das du seit etwa einer Woche nicht angeboten hast
  • hält jede Reaktion beim Lebensmittel fest, das sie ausgelöst hat, und zeigt bei Schwellungen oder Atemproblemen einen Notfallhinweis

Beikost wird getrennt von den Milchmahlzeiten gezählt, damit deine Summen für Mahlzeiten stimmen. Die App schaltet den Beikost-Tracker mit 6 Monaten ein, oder früher, wenn du schon eine Beikost-Mahlzeit erfasst.

BabyTrack+ ist ein Protokoll, keine medizinische Beratung. Eure Kinderärztin oder euer Kinderarzt oder deine Hebamme kennen dein Baby und sind bei Fragen zu Allergien die erste Anlaufstelle.

Quellen

Alles an einem Ort festhalten

BabyTrack+ erfasst Mahlzeiten, Windeln, Schlaf, Beikost und Wachstum offline auf deinem Handy. Kostenlos für ein Baby.

App StoreGoogle Play

Weitere Ratgeber