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Baby-led Weaning: Checkliste der ersten Lebensmittel nach Phasen (nach NHS)

· 5 Min. Lesezeit

Dieser Leitfaden folgt den Empfehlungen des britischen Gesundheitsdienstes NHS zum Beikoststart. Er ordnet die Lebensmittel nach Phasen, sodass du ihn als Liste nutzen kannst, um festzuhalten, was dein Baby schon probiert hat.

Bevor du anfängst: Ist dein Baby bereit?

Der NHS empfiehlt, um den 6. Monat mit fester Nahrung zu beginnen. Er nennt drei Zeichen, die gemeinsam auftreten. Dein Baby kann:

  • aufrecht sitzen und den Kopf sicher halten
  • Augen, Hände und Mund koordinieren, um Essen anzuschauen, zu greifen und in den Mund zu stecken
  • Essen schlucken, statt es wieder auszuspucken

An den Fäusten kauen oder nachts häufiger aufwachen sind für sich allein keine Zeichen für Beikostreife.

Der NHS weist außerdem darauf hin, dass Babys, die um den 6. Monat anfangen, oft schneller zu zerdrücktem, stückigem Essen und Fingerfood übergehen und fein pürierten Brei vielleicht gar nicht brauchen. Genau darauf baut Baby-led Weaning auf.

Würgen und Verschlucken

Setz dein Baby aufrecht in einen Hochstuhl und schnall es an, damit es richtig schlucken kann. Bleib beim Essen dabei und lass ein Baby nie unbeaufsichtigt auf einer erhöhten Fläche.

Würgen ist häufig, wenn Babys mit fester Nahrung anfangen. Sie würgen, schieben die Zunge nach vorn oder bekommen tränende Augen, während sie lernen, mit dem Essen umzugehen. Verschlucken ist etwas anderes: Der Husten ist lautlos oder das Baby kann nicht richtig einatmen. Was dann zu tun ist, erklärt die NHS-Seite Was tun, wenn ein Kind sich verschluckt.

Manche Lebensmittel brauchen eine besondere Zubereitung:

  • Kleine, runde Lebensmittel wie Weintrauben, Kirschen, Beeren und Cocktailtomaten viertelst du.
  • Nüsse gibst du nur zerkleinert oder gemahlen. Ganze Nüsse sind für Kinder unter 5 Jahren eine Erstickungsgefahr.
  • Rohe Götterspeise-Würfel (Gelee) können für Babys und Kleinkinder eine Erstickungsgefahr sein.

Phase 1: um den 6. Monat

Wichtiger als die Menge ist, dass dein Baby sich ans Essen gewöhnt. Den Großteil der Energie liefert weiterhin die Milch.

Gemüse, weich gegart, als Fingerfood oder zerdrückt. Biete auch weniger süße Sorten an:

  • Brokkoli
  • Karotte
  • Blumenkohl
  • Zucchini
  • Pastinake
  • Süßkartoffel oder Butternusskürbis
  • Avocado

Obst, weich und reif oder gegart, wenn es härter ist, ohne Kerne, Steine und harte Schale:

  • Banane
  • Birne
  • Apfel (gegart)
  • Mango
  • Heidelbeeren (zerdrückt)

Stärkehaltiges und Milchprodukte:

  • Toaststreifen
  • Nudeln
  • Naturjoghurt, Vollfett, ohne Zuckerzusatz
  • pasteurisierter Vollfettkäse

Eiweißreiche Lebensmittel liefern Eisen und Zink, die Babys brauchen. Der NHS nennt Bohnen, Linsen, Hähnchen und Fisch:

  • Linsen oder zerdrückte Bohnen
  • Hähnchen
  • Fisch, ohne Gräten

Lass gegartes Essen gut abkühlen, bevor du es anbietest.

Allergene Lebensmittel

Ab etwa 6 Monaten rät der NHS, Lebensmittel, die allergische Reaktionen auslösen können, einzeln und in kleinen Mengen anzubieten, damit du eine Reaktion erkennst. Seine Liste:

  • Kuhmilch (beim Kochen verwendet oder unter das Essen gemischt)
  • Eier
  • glutenhaltige Lebensmittel wie Weizen, Gerste und Roggen
  • Nüsse und Erdnüsse
  • Samen
  • Soja
  • Fisch
  • Schalentiere

Bei Eiern ist Vorsicht geboten. Eier mit dem britischen Red-Lion-Stempel dürfen leicht gegart oder weich sein. Alle anderen Eier garst du, bis Eiweiß und Eigelb fest sind.

Nüsse, Erdnüsse und Samen kommen zerkleinert oder gemahlen ins Essen. Nussmus kannst du auf Toast streichen oder in Brei oder ein Curry rühren. Gib es nicht pur und gib keine ganzen Nüsse. Schalentiere müssen durchgegart sein, nie roh oder nur leicht gegart.

Wenn dein Baby Neurodermitis (Ekzeme) oder eine Lebensmittelallergie hat oder es in der Familie Allergien gibt, sprich mit deiner Kinderarztpraxis oder deiner Hebamme, bevor du anfängst. Wie du diese Lebensmittel einführst und im Speiseplan hältst, steht in Allergene bei der Beikost einführen.

Phase 2: 7 bis 9 Monate

Dein Baby kommt nach und nach auf 3 Mahlzeiten am Tag (Frühstück, Mittag- und Abendessen). Biete weiter zerdrücktes, stückiges Essen und Fingerfood an, möglichst abwechslungsreich und mit eisenreichen Lebensmitteln.

  • eine wachsende Auswahl an Gemüse und Obst
  • eiweißreiche Lebensmittel wie Bohnen, Linsen, Fisch, Eier und Fleisch (siehe die NHS-Seite zu 7 bis 9 Monaten)
  • Lebensmittel, die dein Baby abgelehnt hat. Laut NHS kann es 10 Versuche oder mehr brauchen

Babys unter 12 Monaten brauchen keine Snacks. Wenn dein Baby zwischen den Mahlzeiten hungrig wirkt, biete eine zusätzliche Milchmahlzeit an.

Phase 3: 10 bis 12 Monate

Dein Baby sollte jetzt an 3 Mahlzeiten am Tag plus Milchmahlzeiten gewöhnt sein und zerdrücktes, stückiges, klein geschnittenes Essen und Fingerfood bewältigen. Mittag- und Abendessen können aus Hauptgericht und Nachtisch bestehen, etwa Obst oder ungesüßtem Joghurt. Esst zusammen, wann immer es geht, denn Babys lernen, indem sie dir zuschauen.

Lebensmittel, die du meiden solltest

Der NHS rät, Babys Folgendes nicht zu geben:

  • Salz. Gib keins ins Essen oder ins Kochwasser und verzichte auf Brühwürfel, Bratensoße, Speck, Würstchen, Chips und Fertiggerichte.
  • Zucker und Süßstoffe, für Kinder bis 4 Jahre. Dazu gehören Honig, Sirup, Fruchtsaft und Smoothies. Obst selbst ist in Ordnung.
  • Honig, bis dein Kind älter als 1 Jahr ist, wegen des Risikos von Säuglingsbotulismus.
  • Ganze Nüsse, bis zum Alter von 5 Jahren.
  • Rohe oder nur leicht gegarte Schalentiere wie Miesmuscheln, Venusmuscheln und Austern, die das Risiko einer Lebensmittelvergiftung erhöhen.
  • Weichkäse mit Schimmelrinde wie Brie und Camembert, gereiften Ziegenkäse, weichen Blauschimmelkäse wie Roquefort und jeden Käse aus Rohmilch.
  • Hai, Schwertfisch und Marlin, für alle unter 16 Jahren, wegen ihres Quecksilbergehalts.
  • Reisdrinks als Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsnahrung, für Kinder unter 5 Jahren.
  • Kuhmilch als Hauptgetränk, bis 1 Jahr. Zum Kochen ist sie in Ordnung.

Den Überblick behalten

Die Checkliste funktioniert auf Papier. Wenn du sie lieber auf dem Handy führst, kannst du im Beikost-Tracker von BabyTrack+ jede Mahlzeit Lebensmittel für Lebensmittel erfassen, aus einer Liste mit 110 ersten Lebensmitteln oder mit eigenen, zusammen mit der gegessenen Menge. Er verfolgt neun häufige Allergene, warnt dich, wenn eine Mahlzeit zwei neue enthält, und weist dich auf ein Allergen hin, das du seit etwa einer Woche nicht angeboten hast.

Unter Beikost siehst du, welche der neun häufigen Allergene eingeführt sind und wann jedes zuletzt angeboten wurde.Unter Beikost siehst du, welche der neun häufigen Allergene eingeführt sind und wann jedes zuletzt angeboten wurde.
Unter Beikost siehst du, welche der neun häufigen Allergene eingeführt sind und wann jedes zuletzt angeboten wurde.

Wann du Hilfe holen solltest

Leichte Symptome, etwa ein paar Quaddeln um den Mund, sind ein Grund, dieses Lebensmittel wegzulassen und mit deiner Kinderarztpraxis oder deiner Hebamme zu sprechen.

Ruf sofort die 112 (oder den Notruf deines Landes) an, wenn bei deinem Baby Lippen, Mund oder Zunge anschwellen, es schwer oder sehr schnell atmet, blass oder blau wird, schlaff wird oder nicht mehr reagiert oder plötzlich sehr schläfrig wirkt. Das können Anzeichen einer Anaphylaxie sein.

Wenn sich dein Baby verschluckt und nicht husten oder einatmen kann, ruf laut um Hilfe und folge der Erste-Hilfe-Anleitung des NHS. Ruf die 112 an, wenn sich die Blockade nicht löst oder dein Baby bewusstlos wird.

Quellen

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